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Was Till Mayer von dieser Reise in die Vergangenheit mitgebracht hat , sind erschütternde Bilder und Interviews von bis heute verletzten Menschen. Ohne Voyeurismus lichtet er ab, packt Gefühl, besser Mitfühlen in Worte und Bilder. Till Mayer gelingt es in kurzen Texten mit wenigen, aber ganz konkreten Erlebnissen seiner Interviewpartner ein Bild der Tyrannei zu zeichnen, das anschaulicher nicht sein könnte. Deshalb gab es reichlich Lob für den erst 35-jährigen Mayer, der in der Kombination aus Bild und Wort einen diskreten Weg gefunden hat, das Unvorstellbare darzustellen. Texte und Fotos stammen von Till Mayer, einem jungen fränkischen Journalisten, der im Auftrag des Roten Kreuzes bereits an vielen Orten der Welt als Chronist des Elends tätig war, Flüchtlinge und Kriegsopfer fotografierte und dabei unsägliches Leid sah. Der in Bamberg lebende Fotograf und Autor Till Mayer gibt den Opfern Gesicht und Stimme. Seit mehr als einem Jahrzehnt rüttelt er das Gewissen der Welt wach. Till Mayer hat die Gabe, mit seiner Kamera die Tragik des Augenblicks zu erspüren und einzufangen – und zugleich auch das letzte bisschen Hoffnung, das ihm innewohnt. Dem allgegenwärtigen Voyeurismus in der zeitgenössischen Kriegsberichterstattung, den “eingebetteten Journalisten”, den Bombenblitzen und Kinderleichen hat der Fotograf von jeher zurückhaltende, schlichte und umso eindringlichere Portraits entgegengesetzt. Till Mayer gelang es, einfühlsame Portraits zu schreiben, die in schnörkelloser Weise einen weiten Bogen ziehen zwischen dem Damals und dem Heute. Beindruckend sind auch die großformatigen Porträtfotos in Schwarz-Weiß, die er von seinen Interviewpartnern fertigte. Solche Geschichten erzählt er als Fotograf, nie reißerisch, nie spektakulär. Nie zeigt er nur ausgemergelte Körper. "Seinen" Menschen soll man ansehen, "dass sie fühlen und denken". Till Mayer setzt ganz auf die suggestive Wirkung von Schwarzweiß-Fotos. Der Blick soll auf jenen verharren, über die sonst flugs hinweggesehen wird. …ästhetische Einsichten in eine Welt der Gräuel. Till Mayers Fotos gehen unter die Haut. Es sind keine Bilder, die man schnell wieder vergisst. Sie schockieren nicht wie viele Medienbericht über Kriegs- und Krisengebiete. Vielmehr rühren die Aufnahmen, weil sie zurückhaltend und wenig aufdringlich sind. Man sollte sich die Ausstellung nicht entgehen lassen. Es ist nicht einfach, sie zu beschreiben. Dafür ist sie zu tragisch und zugleich zu menschlich. Till Mayer macht, was ein guter Fotograf tun sollte, er fängt den Augenblick ein, wenn ein Ausdruck entsteht oder sich ändert, wenn ein Lächeln Tragik wegwischt oder eine Träne Freude erstickt. Till Mayer hat seine 50 Digtial-Prints für die Nürnberger Ausstellung auf Schwarzweiß umgestellt, „Farbe lenkt ab“. Seine Fotos, die an die Nieren gehen, vertragen das: Sie zoomen respektvoll, schmerzend, genau das Überleben im Elend heran – eine Waffenstillstandszone. Er ist ein Typ mit harter Schale, schrafkantig und robust genug es auszuhalten, wenn er mit seinen Ansichten aneckt. Sein Blick kämpft weiter gegen das Vergessen. Martialische Schlachtengemälde sind seine Fotografien aber nicht. Till Mayer fängt vielmehr das Leid eines Lebens im Krieg in den Gesichtern seiner Portraitierten ein. Und ein Foto dokumentiert die Macht der Liebe, die das hierzulande oft verdrängte Leid zumindest für einige Augenblicke erträglich macht.: Mit zärtlichem Blick führt eine Mutter einen Löffel an den Mund ihres Sohnes, der bei einem Raketenangriff in Afghanistan schwer verwundet wurde. |
Touching pictures and interviews from persons still injured is what Till Mayer has brought back from his journey into the past. He takes his photos without voyeurism. He achieves to show deep feelings and sympathy with his words and pictures. With short but touching texts about the experiences of his interview partners Till Mayer draws an image of tyranny which could not be more vivid. Therefore, there was plenty of praise for the 35-year-old Mayer, who combines pictures and features to show the unthinkable with discretion. Texts and photos by Till Mayer, a young journalist, who has been able on behalf of the Red Cross to be in many places on this earth. Being an active chronicler of misery, he has photographed the untold suffering of war victims and refugees. The author and photographer Till Mayer from Bamberg has over many years managed to give both a face and a voice to victims, henceforth stirring people´s consciences worldwide. With the help of his camera, Till Mayer has the gift for catching tragedy in the moment of last hope. With his silent but intensive portraits his work is the opposite of the ubiquitous voyeurism of contemporary war journalism with its pictures of bombs flashing and children’s corpses. Till Mayer succeeds with empathy in writing sensitive portraits. He builds a bridge between then and now. Very impressive are his large black-and-white portrait photos taken of partners he interviewed. As a photographer, he tells such stories, but he never tells them in a lurid or spectular way. He does not focus on starved bodies. One should see that “his” people are humans with emotions. Till Mayer works with the suggestive effects of black and white photos. He pays special attention to those, who normally are overlooked. … an aesthetic viewpoint in a world of horror. Till Mayer’s photos creep under your skin. These are pictures that you are not able to forget soon. They don`t shock you like many media-reports about wars and disasters. Rather they touch you because they are cautious and unobtrusive. You really need to see it. It is not easy to describe this exhibition, because it is too tragic and at the same time too humane. Till Mayer is able to do what a good photographer should, he captures the moment when expressions come alive or change, when a smile keeps tragedy away or joy is spoiled by crying.
Till Mayer has converted his 50 digital prints into black and white, ,,colour distracts”. His photos touch d eeply. With respect and pain they show closely how victims survive in poverty and war – a ceasefire-zone. He is a tough guy with sharp edges and strong enough to endure, when he gives offence with his views. And he continues fighting for the forgotten. His photos are not gigantic war paintings. In the faces of the portrayed Till Mayer catches the the suffering during times of war. One of the photos shows th e power of love, which for a moment makes the suffering bearable. With a gentle glance a mother feeds her son, who was seriously wounded by a rocket attack in Afghanistan. |